music

„Da sitzt Peter Hohenecker inmitten der Bühne. Vor sich ein Mikrofon, neben sich einen Ascheimer. Beides wird er an diesem denkwürdigen Abend ununterbrochen brauchen. In das Mikrofon singt er mit einer rauchigen Stimme, die geradezu gespentisch an Tom Waits erinnert. Ein Musikkritiker schrieb einmal, die Stimmbänder klängen, als ob sie in einem Fass Bourbon getränkt, in einer Räucherkammer aufgehängt und danach mehrfach von einem Auto überfahren worden seien. In den Aschekübel stippt er die Zigarettenreste, die seiner Lunge entkommen sind. Vielleicht liegt es ja an all diesen Glimmstengeln, dass der Tiroler, der in Wien gewirkt hat und nun in Wunsiedel weilt, dem US-Musiker so nahe kommt. Zwei Schachteln später hat man als Zuhörer alle Schattierungen gehört: zärtlich flüsternd, wild wütend, grimmig grummelnd, schrill schreiend… Man mag sich gar nicht vorstellen, wie er gewütet haben mag, als er noch dem Austro-Punk huldigte. […]

Peter Hohenecker

vocals

Nur einer sitzt nicht, sondern steht im Scheinwerferlicht. Steffen Winkler, der ein wenig wie der junge Gene Hackman aussieht. Anders könnte er seine Slide-Gitarre gar nicht so wehmütig zum Weinen bringen. Wenn man bedenkt, dass da nur drei Akkorde durch die Finger gleiten, dann kann man Tom Waits Erfindungsreichtum nur bewundern. Und Steffen Winkler mit dazu. Am E-Piano ist Fabian Wegmann derjenige, der den bisweilen an Kurt Weill oder Hanns Eisler erinnernden schrägen Tonfall zwischen den Tasten hervorlockt. Er kann aber auch die schöne Melodie liefern, die das Herz in Sicherheit wiegt, während die Textzeilen grausame Dinge erzählen, die das Hirn erschüttern. Einsamkeit, Verlust und Tod. […]

Steffen Winkler

guitar | harp

Fabian Wegmann

piano | vocals

Dabei geht es weniger darum, den sperrigen Songs eine in der Popmusik übliche glatte Oberfläche zu verpassen. Das würde sie ungefährlich werden lassen. Sonst könnte man das wie Rod Stewart in „Downtown Train“ einfach runtercovern. Oder wie Bruce Springsteen in „Jersey Girl“ aus Huren Mädchen machen, damit das prüde Publikum nicht erschrickt. Vielmehr suchen „Bad as we“ nach der Gefühlslage hinter den Tönen.

Das kann dann auch einmal bedeuten, dass bei melancholischen oder traurigen Balladen ganz leise gespielt wird. In „Dirt in the Ground“ etwa meint man sich auf einer Beerdigung wiederzufinden. Vom E-Piano wabern schaurige Kirchengesänge über den Friedhof. An der Gitarre verenden die Akkorde qualvoll. Die Stimme jammert etwas von Tod und Vergessen. Asche zu Asche, denkt man sich, da hat Peter Hohenecker schon wieder eine Kippe im Mund.“

live

 

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